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Staatliche Studienbeihilfen für Hochschulstudien

Ein Stipendium und/oder ein Darlehen bekommen

Jede Person, die in einem Hochschulstudiengang eingeschrieben ist, kann eine staatliche Studienbeihilfe für Hochschulstudien beantragen, sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um eine staatliche Studienbeihilfe für Hochschulstudien zu beantragen:

  • Vollzeit- oder Teilzeitstudierender in einem Hochschulstudiengang sein, der zu einem im Studienland offiziell anerkannten Diplom, Titel, Zeugnis oder sonstigen Hochschulgrad führt,
  • pro Semester Kurse im Wert von mindestens 15 ECTS belegen oder Kurse von einer Dauer absolvieren, die mindestens der Hälfte der Mindeststudienzeit entspricht (bei Fernstudien und Teilzeitstudien),
  • bei jeder im Ausland absolvierten Berufsausbildung:
    • überprüfen, ob die besagte Ausbildung nicht in Luxemburg angeboten wird,
    • eine schriftliche Genehmigung der Abteilung für Berufsausbildung des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend (Ministère de l'Éducation nationale, de l'Enfance et de la Jeunesse - MENJE) beantragen,

Personen mit Wohnsitz im Großherzogtum Luxemburg

Diese Personen müssen eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • luxemburgischer Staatsangehöriger sein,
  • Staatsangehöriger eines europäischen Staates (anderer EU-Mitgliedstaat, anderer EWR-Mitgliedstaat oder Schweiz) sein und in Luxemburg arbeiten,
  • Familienangehöriger einer der vorgenannten Personen sein,
  • seit mindestens 5 Jahren in Luxemburg leben,
  • politischer Flüchtling sein oder das Daueraufenthaltsrecht erworben haben.

Personen mit Wohnsitz außerhalb des Großherzogtums Luxemburg

Diese Personen müssen eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Arbeitnehmer sein und die luxemburgische Staatsangehörigkeit, eine EU-Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen EWR-Mitgliedstaats oder der Schweiz besitzen und zum Zeitpunkt der Antragstellung in Luxemburg ihre Tätigkeit ausüben,
  • in Luxemburg eine Waisenrente beziehen und die luxemburgische Staatsangehörigkeit, eine EU-Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen EWR-Mitgliedstaats oder der Schweiz besitzen,
  • Kind eines Arbeitnehmers sein, der die luxemburgische Staatsangehörigkeit, eine EU-Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen EWR-Mitgliedstaats oder der Schweiz besitzt und zum Zeitpunkt der Antragstellung in Luxemburg seine Tätigkeit ausübt, dies unter der Voraussetzung:
    • dass der Elternteil über einen Referenzzeitraum von 10 Jahren vor der Antragstellung insgesamt mindestens 5 Jahre gearbeitet hat, oder
    • dass der Elternteil zum Zeitpunkt der Antragstellung insgesamt mindestens 10 Jahre gearbeitet hat, oder
    • dass der Antragsteller für einen Zeitraum von insgesamt mindestens 5 Jahren in Luxemburg die Grundschule, den Sekundarunterricht, die Berufsausbildung oder den Hochschulunterricht besucht hat, oder
    • dass sich der Antragsteller für einen Zeitraum von insgesamt mindestens 5 Jahren in Luxemburg aufgehalten hat.

    Ebenfalls anspruchsberechtigt sind nicht gebietsansässige Studierende, von denen kein Elternteil in Luxemburg arbeitet oder gearbeitet hat, deren Vater oder Mutter aber einen neuen Ehe- oder eingetragenen Lebenspartner hat, der die im obigen Absatz genannten Bedingungen erfüllt.

    Dies finanzielle Beihilfe kann gemeinsam mit den AFR-Beihilfen (Beihilfen für Weiterbildung und Forschung) zur Unterstützung von Forschern während ihrer Promotion oder ihres Postgraduiertenstudiums (www.fnr.lu), mit Erasmus+ zur Förderung der internationalen Mobilität der Studierenden oder mit aufgrund von besonderen Verdiensten des Studierenden bewilligten Stipendien bezogen werden.

    Die Beihilfe ist hingegen nicht mit gleichwertigen Beihilfen, die vom Wohnsitzstaat des Studierenden gezahlt werden, oder mit sonstigen finanziellen Vorteilen im Zusammenhang mit dem Studierendenstatus kumulierbar. Für die nicht gebietsansässigen Studierenden handelt es sich bei der Beihilfe um eine Substitutionshilfe. Bevor sie ihren Antrag in Luxemburg stellen, müssen diese Studierenden bereits alle erforderlichen Schritte in ihrem Wohnsitzland unternommen haben, um dort eine Studienbeihilfe zu bekommen.

    Beispiel

    Lukas, Arbeitnehmer, möchte einen Masterstudiengang belegen

    Lukas (35) möchte einen Masterabschluss in „Unternehmensmanagement“ im Wege der Weiterbildung vorbereiten und fragt sich, auf welche Unterstützungsmaßnahmen er Anspruch hat. Die Immatrikulationsgebühren belaufen sich auf 5.000 € und die Kurse finden während zwei Jahren jeweils freitags und samstags statt. Lukas beantragt den individuellen Bildungsurlaub, welcher ihm von seinem Arbeitgeber bewilligt wird. Falls das zuständige Ministerium dem Antrag stattgibt, hat er Anspruch auf bis zu 20 zusätzliche Urlaubstage, für die er weiterhin seinen Lohn bezieht. Zudem erkundigt er sich auf cedies.lu, um zu wissen, ob der Staat ihm eine Studienbeihilfe für Hochschulstudien bewilligen kann, und/oder wendet sich direkt an die zuständige Dienststelle: aide-fi@mesr.etat.lu.

    Studienbeihilfen: Stipendien und Darlehen

    Die Studienbeihilfe pro Semester setzt sich wie folgt zusammen:

    • ein Basisstipendium von 1.025 €,
    • ein Mobilitätsstipendium von 1.286 €, wenn der Antragsteller nicht in seinem Wohnsitzland studiert und im Studienland Miete zahlt,
    • ein Sozialstipendium, das bis zu 1.995 € betragen kann und vom gesamten Einkommen des Haushalts, zu dem der Antragsteller gehört, abhängt (unter Haushalt sind Eltern, Elternteil und Ehe-/Lebenspartner, Studierender und Ehe-/Lebenspartner zu verstehen),
    • ein Familienstipendium von 262 €, wenn weitere Kinder des Haushalts, zu dem der Antragsteller gehört, bereits eine staatliche Studienbeihilfe für Hochschulstudien beziehen,
    • ein Basis-Studierendendarlehen in Höhe von 3.250 €, bei welchem der Staat die Bürgschaft übernimmt.

    Ermitteln Sie die Höhe Ihrer Studienbeihilfe mit dem Online-Rechentool.

    Studierende mit eigenem Einkommen

    Einkünfte aus Studentenjobs von bis zu 10 Stunden/Woche und aus Ferienjobs werden bei der Berechnung des Sozialstipendiums nicht berücksichtigt.

    Alle anderen dem Studierenden während des laufenden Studienjahres zur Verfügung stehenden Einkünfte werden dem Gesamteinkommen des Haushalts hinzugerechnet und können sich auf die Höhe des Sozialstipendiums auswirken.

    Studierende, deren Jahreseinkommen über dem sozialen Mindestlohn für nicht qualifizierte Arbeitnehmer liegt, können die Studienbeihilfe nur in Darlehensform beziehen.

    Studierende, deren Jahreseinkommen mehr als das 3,5-Fache des sozialen Mindestlohns für nicht qualifizierte Arbeitnehmer beträgt, haben keinen Anspruch auf Studienbeihilfe.

    Die Rückzahlung des Darlehens beginnt 2 Jahre nach dem Ende oder Abbruch des Studiums. Die maximale Rückzahlungsdauer beträgt in der Regel 10 Jahre.

    Immatrikulationsgebühren

    Bei der Berechnung der Studienbeihilfe werden die Immatrikulationsgebühren berücksichtigt.

    Dazu müssen sie den Betrag von 100 € pro Jahr übersteigen, wobei der Höchstbetrag auf 3.700 € pro Studienjahr festgelegt wurde. Sie werden immer in Höhe von jeweils 50 % dem Stipendium und dem Darlehen hinzugerechnet.

    Beispiel
    Belaufen sich die Immatrikulationsgebühren auf 2.300 €, werden nach Abzug von 100 € jeweils 1.100 € dem Stipendium und dem Darlehen hinzugerechnet.

    Ermitteln Sie den genauen Betrag der Erstattung der Immatrikulationsgebühren mit dem Online-Rechentool.

    Vorgehensweise und Fristen

    Für jedes Semester ist ein Antrag einzureichen:

    • zwischen dem 1. August und dem 30. November für das Wintersemester
    • zwischen dem 1. Januar und dem 30. April für das Sommersemester

    Nicht fristgerecht eingereichte Anträge werden wegen Fristüberschreitung abgelehnt.

    Der Antrag kann vollständig online über MyGuichet gestellt werden. Zur Anleitung steht Ihnen das MyGuichet-Tutorial zur Verfügung.
    In der Rubrik Formulare der Website MyGuichet finden Sie die Formulare ebenfalls in Papierform (die Fristen und Vorgehensweisen sind auf dem Formular angegeben).

    Je nach Situation des Antragstellers sind dem Antrag folgende Belege ganz oder teilweise beizufügen:

    • endgültige Immatrikulationsbescheinigung der Universität,
    • Rechnung und Zahlungsbeleg der Immatrikulationsgebühren,
    • Lohnzettel der letzten drei Monate,
    • je nach Sachlage können weitere Belege verlangt werden.

    Nähere Informationen zu der Studienbeihilfe sind in der Rubrik FAQ auf www.cedies.lu erhältlich.

    Letzte Aktualisierung - 16.08.2021
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