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Die Weiterbildung im Unternehmen

Im Jahr 2016 wandten die luxemburgischen Unternehmen des Privatsektors, die eine staatliche Kofinanzierung des Weiterbildungsplans beantragten, durchschnittlich 2,5% ihrer Lohnsumme für die Weiterbildung auf. Eine Weiterbildung kostete durchschnittlich 53 Euro pro Stunde und Arbeitnehmer absolvierten im Schnitt 5,2 Weiterbildungen von einer Dauer von 5 Stunden.

Die Daten zur betrieblichen Ausbildung in Luxemburg stammen von den luxemburgischen Unternehmen des Privatsektors, die die öffentliche Kofinanzierung im Bereich der beruflichen Weiterbildung beantragen. Ihre eingereichten Anträge geben Auskunft über ihre Weiterbildungspraktiken.


Zugang der Arbeitnehmer zur Weiterbildung

Arbeitnehmer absolvieren im Schnitt 5,2 Weiterbildungen

Im Jahr 2016 nahmen die Arbeitnehmer im Schnitt an 5,2 Weiterbildungen teil. Mit 0,1 Weiterbildungen mehr als im Jahr 2015 ist der sich seit 2012 abzeichnende Anstieg an absolvierten Weiterbildungen pro Arbeitnehmer weiterhin langsam aber stetig.

Im Sektor der "Spezialisierten, wissenschaftlichen und technischen Tätigkeiten" sowie in Unternehmen mit 1.000 und mehr Arbeitnehmern ist die Teilnahme an Weiterbildungen mit 9,1 bzw. 7,5 Teilnahmen im Schnitt pro Arbeitnehmer am höchsten.

Je größer die Unternehmen, desto kürzer die Dauer der Weiterbildungen. In Kleinstunternehmen (weniger als 10 Arbeitnehmer) dauern die Weiterbildungen 2,6 Mal länger als in sehr großen Unternehmen (1.000 Arbeitnehmer und mehr).

Führungskräfte absolvieren im Schnitt 7,7 Weiterbildungen

Führungskräfte und Geschäftsführer (im Schnitt 7,7 bzw. 6,6 Weiterbildungen) absolvieren mehr Weiterbildungen als qualifizierte und nicht qualifizierte Arbeitnehmer (im Schnitt 5,3 bzw. 2,4 Weiterbildungen).

Männer haben eher Zugang zu Weiterbildungen als Frauen: durchschnittlich 5,4 gegenüber 5,0 Weiterbildungen. Abschließend nehmen Arbeitnehmer, die älter als 45 Jahre sind, im Schnitt an 4,3 Weiterbildungen teil.

Bemühungen der Unternehmen in Sachen Weiterbildung

Der finanzielle Aufwand stagniert

Die Investition von Unternehmen in die Weiterbildung ist über die letzten fünf Jahre hinweg relativ konstant geblieben. Im Jahr 2016 wandten die Unternehmen 2,5% ihrer Lohnsumme für Weiterbildungen auf. Die Unternehmen der Branchen "Spezialisierte, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten" und "Beförderung und Zwischenlagerung" sind die Spitzenreiter und investierten durchschnittlich 4% bzw. 3,4% ihrer Lohnsumme in die Weiterbildung ihrer Arbeitnehmer. Wie bereits in den Vorjahren investierten die Unternehmen der Branche "Verwaltungs- und Hilfstätigkeiten" mit 1,4% am wenigsten.

Mit Ausnahme der Unternehmen mit 1.000 und mehr Arbeitnehmern, in denen die Investitionen mit 2,8% über dem Durchschnitt lagen, gilt: je größer die Unternehmen, desto geringer der finanzielle Aufwand.

Bei einer Durchschnittsinvestition von 2,5% der Lohnsumme wandten die Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Arbeitnehmern 4,2% ihrer Lohnsumme für die Weiterbildung ihrer Belegschaft auf.

Auf die Weiterbildungen im Bereich "Management/Personalverwaltung" entfallen 15% des Investitionsaufwands von Unternehmen in die Weiterbildung

Auf die Bereiche "Technik/Berufsbezogen" und "Anpassung an den Arbeitsplatz" entfallen nur 53% des Investitionsaufwands der Unternehmen und 60% aller Weiterbildungsstunden. Der Bereich "Management/Personalverwaltung" liegt an dritter Stelle, wenn es um den investierten Betrag (15%) oder die Weiterbildungszeit (11%) geht.

In Bezug auf die Teilnahme an Weiterbildungen liegen die Bereiche "Qualität, ISO und Sicherheit" und "Finanzen, Buchführung und Recht" hinter dem Bereich "Technik/Berufsbezogen" (40%) und vereinen 20% bzw. 16% aller Teilnehmer auf sich.

Die Kosten einer Weiterbildung fallen je nach Branche unterschiedlich aus

2016 kostete eine Weiterbildung im Durchschnitt 263 Euro pro Teilnehmer. Die durchschnittlichen Weiterbildungskosten pro Teilnehmer waren in der Branche "Information und Kommunikation" mit 466 Euro am höchsten, was sich durch die durchschnittlich längste Weiterbildungsdauer pro Teilnehmer (8,2 Stunden) gepaart mit den mit am höchsten durchschnittlichen Kosten pro Weiterbildungsstunde (57 Euro) erklären lässt.

Öffentliche Kofinanzierung

Im Jahr 2015 belief sich die finanzielle Beteiligung des Staates an der beruflichen Weiterbildung auf 57 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2014 stieg sie um 7%.

Insgesamt nahmen 1.934 Unternehmen die staatliche Beihilfe in Anspruch. Diese Unternehmen, ob einzeln oder als Unternehmensgruppe, reichten insgesamt 1.607 Anträge auf Kofinanzierung ein (+7,9%), von denen einer von fünf ein neuer Antrag war.

Die gewährte Kofinanzierung belief sich auf durchschnittlich 35.444 Euro je Antrag und auf 297 Euro pro Arbeitnehmer. Landesweit erhalten 30,9% der Privatunternehmen mit 10 und mehr Arbeitnehmern die staatliche Beihilfe, wobei 57,2% aller Arbeitnehmer des Privatsektors vertreten waren.

 

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