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Anerkennung von Diplomen

Personen, die nach Luxemburg kommen und dort studieren bzw. weiterstudieren, arbeiten oder einem bestimmten Beruf nachgehen wollen, können je nach Bedarf Folgendes beantragen:

  • eine Anerkennung des Bildungsstandes (ohne Abschlusszeugnis),
  • eine Anerkennung der Gleichwertigkeit eines Diploms (Abitur/Reifezeugnis),
  • eine Anerkennung des Bildungsstands, der Gleichwertigkeit von Diplomen/Zeugnissen oder der Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen.

Die Abteilung für Diplomanerkennung (Service de la reconnaissance des diplômes) des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend (Ministère de l'Education nationale, de l'Enfance et de la Jeunesse - MENJE) ist für die Anerkennung von im Ausland erworbenen Diplomen/Zeugnissen und Berufsqualifikationen im Vergleich zu den in Luxemburg erworbenen Diplome/Zeugnissen und Qualifikationen zuständig.

Sie ist zuständig für die Anerkennung von Diplomen/Zeugnissen des allgemeinen, technischen und berufsbildenden Sekundarunterrichts. Für nicht abgeschlossene Studienzyklen kann eine Bescheinigung des Bildungsstands ausgestellt werden. Die Abteilung für Diplomanerkennung kümmert sich auch um die Anerkennung der reglementierten Berufe wie z. B. Gesundheitsberufe (Krankenpflegehelfer, Krankenpfleger, Fachkrankenpfleger, Sozialarbeiter, Physiotherapeut usw.), sozialpädagogische Berufe (Erzieher, Lebensbetreuer), Berufe des Handwerks, kaufmännische Berufe.

Anerkennung des Bildungsstandes (ohne Abschlusszeugnis)

Im Ausland erworbene Diplome, Befähigungsnachweise, Zeugnisse und Bescheinigungen des allgemeinen, technischen und berufsbildenden Sekundarunterrichts können – unter bestimmten Bedingungen – als gleichwertig anerkannt werden. Der Antrag auf Anerkennung der Gleichwertigkeit ist gebührenpflichtig.

Die Feststellung und Anerkennung des Bildungsstandes betrifft folgenden Personengruppen:

  • schulpflichtige Kinder, die neu in Luxemburg ankommen und ins luxemburgische Schulsystem integriert werden sollen, ihren Schulzyklus im Herkunftsland jedoch nicht abgeschlossen haben und entsprechend kein Abschlusszeugnis vorlegen können;
  • Kinder und Erwachsene, die neu in Luxemburg ankommen, in ihrem Herkunftsland keinen Schulzyklus mit einem Abschlusszeugnis abgeschlossen haben und ihren Schulzyklus fortsetzen bzw. beenden möchten;
  • Erwachsene, die ihren Bildungsstand in Luxemburg feststellen lassen, eine Arbeit aufnehmen, sich beruflich weiterbilden und/oder an Maßnahmen der Erwachsenenbildung teilnehmen möchten.

Wenn für Kinder die Anerkennung der Gleichwertigkeit mit einem Niveau der luxemburgischen Grundschule (Zyklus 1 bis 4) beantragt wird, wird keine Gebühr fällig.

Anerkennung der Gleichwertigkeit eines Diploms
(Abitur/Reifezeugnis)

Im Ausland erworbene Abschlusszeugnisse des allgemeinen, technischen und berufsbildenden Sekundarunterrichts können – unter bestimmten Bedingungen – als den luxemburgischen Zeugnissen gleichwertig anerkannt werden.

Anträge auf Anerkennung der Gleichwertigkeit sind gebührenpflichtig; die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem Land, in dem die Abschlusszeugnisse ausgestellt wurden.

Die so genannte akademische Anerkennung betrifft folgende Personengruppen:

  • Inhaber eines Abiturzeugnisses oder eines Reifezeugnisses, die in Luxemburg ein Hochschul- bzw. Universitätsstudium anstreben;
  • Inhaber eines Abiturzeugnisses oder eines Reifezeugnisses, die eine Integration in den Arbeitsmarkt anstreben;
  • Inhaber anderer Zeugnisse des allgemeinen, technischen oder berufsbildenden Sekundarunterrichts.
  • Um eine Anerkennung eines Hochschulabschlusses zu beantragen, muss der Antragsteller seinem Antrag ebenfalls eine Kopie seines Abschlusszeugnisses des Sekundarunterrichts hinzufügen. Hat er dieses im Ausland erworben, muss er zuerst die Anerkennung der Gleichwertigkeit dieses Zeugnisses mit dem luxemburgischen Abschlusszeugnis des Sekundarunterrichts beantragen.

Anerkennung des Bildungsstands, der Gleichwertigkeit von Diplomen/Zeugnissen oder der Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen

Im Ausland erworbene Diplome, Befähigungsnachweise, Zeugnisse und Bescheinigungen des allgemeinen, technischen und berufsbildenden Sekundarunterrichts können – unter bestimmten Bedingungen – als gleichwertig anerkannt werden.

Es handelt sich dabei um die Anerkennung von Berufsqualifikationen, die den Bestimmungen der durch das Gesetz vom 19. Juni 2009 umgesetzten Richtlinie 2005/36/EG unterliegen. Die Richtlinie betrifft insbesondere:

  • das Recht der Berufsausübung im Gesundheitswesen und im sozialpädagogischen Bereich und
  • das Niederlassungsrecht im Handwerk sowie im Handel und in der Industrie.

Der Antrag auf Anerkennung der Gleichwertigkeit ist gebührenpflichtig.

Folgende Personengruppen können eine Anerkennung ihres Bildungsstandes, einer Gleichwertigkeit der Zeugnisse oder einer Gleichwertigkeit der Berufsqualifikationen beantragen:

  • Inhaber einer Berufsqualifikation im Gesundheitswesen (Krankenpflegehelfer usw.);
  • Inhaber einer Berufsqualifikation im sozialpädagogischen Bereich (Erzieher, Lebensbetreuer usw.);
  • Inhaber einer Berufsqualifikation im Handwerk (CATP/DAP, Meisterbrief);
  • Inhaber einer Berufsqualifikation im Handel und in der Industrie (CATP/DAP).

Modalitäten der Einreichung eines Antrags auf Anerkennung der Gleichwertigkeit

Der Antrag auf Anerkennung eines Diploms/Zeugnisses ist per Post an die Abteilung für Diplomanerkennung des MENJE zu richten. Dem Antrag wird nur stattgegeben, wenn alle folgenden Unterlagen eingereicht wurden:

  • schriftlicher Antrag mit Begründung; hierzu ist das entsprechende Formular auszufüllen (siehe unten stehende Liste der herunterladbaren Formulare je nach Antrag),

  • Kopie der Diplome/Zeugnisse oder gegebenenfalls Kopie der Zeugnisse der letzten beiden Schuljahre, die von einer hierzu befugten Behörde (vom Schulleiter, einer Gemeindeverwaltung, einer Botschaft oder einem Konsulat unterzeichnete Bescheinigung über den Schulbesuch) beglaubigt sind, wenn sie:
    - von einer nicht-staatlichen, nicht-regionalen oder nicht-örtlichen Behörde eines EU-Mitgliedstaats ausgestellt wurden,
    - von einer Person oder Behörde eines Drittlands ausgestellt wurden.
  • Kopie eines gültigen Identitätsnachweises (Personalausweis, Reisepass, Aufenthaltstitel),

  • Lebenslauf, der u.a. die Schullaufbahn sowie Angaben zum Geburtsort und -datum umfasst,

  • Erzieher/Sozialpädagogen: Strafregisterauszug (nicht älter als zwei Monate) und Nachweise zu den letzten drei Jahren der Ausbildung. Von in Luxemburg wohnhaften Antragstellern verlangt das MENJE das erweiterte Führungszeugnis „Kinder- und Jugendschutz“. Personen, die in Belgien leben, müssen das Modell 2 des belgischen Strafregisterauszugs vorlegen.

  • Zahlungsnachweis über die Entrichtung der vom Gesetz vom 19. Dezember 2014 über die Umsetzung des Zukunftspakets vorgesehene Gebühr.

Die oben genannten Unterlagen müssen in einer Amtssprache des Großherzogtums Luxemburg (Französisch, Luxemburgisch oder Deutsch) oder in Englisch verfasst oder von einem in Luxemburg vereidigten Übersetzer (siehe herunterladbare Liste der vereidigten Übersetzer oder telefonische Nachfrage beim Obersten Gerichtshof unter der Nummer +352 475981-1) in eine dieser Sprachen übersetzt worden sein.

Der Stempel des Übersetzers ist zum Teil auf die Übersetzung und zum Teil auf das Dokument zu setzen, welches für die Übersetzung vorgelegt wurde. Alle Dokumente müssen vom Übersetzer unterschrieben werden. Wenn die beglaubigte Übersetzung keinen Stempel trägt, ist ein Dokument beizulegen, aus dem die Vereidigung des Übersetzers hervorgeht (z.B. eine Kopie der Bescheinigung über die Eintragung des Übersetzers auf der Liste der Experten, Übersetzer und Dolmetscher).

 

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