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Ausarbeitung des Weiterbildungsplans

Die Ausarbeitung des Weiterbildungsplans ist ein Prozess, der Teil des Unternehmensbetriebs selbst ist. Hierzu ist es erforderlich, eine systematische Fragestellung zu befolgen und im Vorfeld der Umsetzung entsprechende Überlegungen anzustellen, damit geeignete Weiterbildungsmaßnahmen herauskommen, die den Bedürfnissen des Unternehmens gerecht werden.

Der Weiterbildungsplan strukturiert und organisiert die Weiterbildungsprojekte für die Arbeitnehmer des Unternehmens sowohl qualitativ als auch quantitativ: Welche Ziele? Welche Zielgruppe? Welche Dauer? Welche Weiterbildner? Welches Budget?

Als Managementinstrument für die Weiterbildung bildet er die operative und budgetbezogene Umsetzung der für die Entwicklung der individuellen und Gesamtkompetenz im Unternehmen eingesetzten Mittel.

  • Auf operativer Ebene verleiht er den vorgesehenen Maßnahmen, deren Zielen und nach Möglichkeit den erwarteten Auswirkungen eine konkrete Form.

  • Auf Haushaltsebene legt er die veranschlagten finanziellen Mittel fest, die für die Durchführung der Weiterbildungsprojekte zugewiesen werden.


Die luxemburgische Gesetzgebung im Bereich der beruflichen Weiterbildung verlangt von den Unternehmen die Vorlage der qualitativen und quantitativen Daten zum Weiterbildungsplan, damit sie die finanziellen Beihilfen des Staates in Anspruch nehmen können.

Notwendige Schritte

1. Bestandsaufnahme
  • Bestandsaufnahme der bisher erfolgten Weiterbildungsmaßnahmen für die Arbeitnehmer im Unternehmen. Hier geht es darum, die angestrebten Ziele, die betroffenen bzw. nicht betroffenen Mitarbeiter, die erfolgreichen bzw. erfolglosen Weiterbildungen, die ausgewählten Weiterbildungsanbieter, die erfolgte Investition usw. zu bestimmen.

2. Prioritäre Orientierungen
  • Berücksichtigung der prioritären Orientierungen der von der Geschäftsleitung eingeschlagenen Weiterbildungspolitik, die Einfluss auf den Weiterbildungsplan haben werden.

    Beispiele für Orientierungen
    Weiterbildungen für Arbeitsverfahren: neue Werkzeuge, neue Technologien, neue Verfahren,
    Weiterbildungen zur Anpassung und Eingliederung: Veränderung oder sogar Streichung bestimmter Stellen, Eingliederung neuer Mitarbeiter,
    technische Weiterbildungen: Vertiefung der Kenntnisse, Festigung des Berufsbildes,

    Weiterbildungen im Verkauf: Stärkung der Absatzfähigkeit.

3. Weiterbildungsbedarf
  • Einschätzung des Weiterbildungsbedarfs, d. h. Erkennung des zwischen erforderlichen oder erwünschten Kompetenzen und erworbenen Kompetenzen bestehenden Defizits, das zu beseitigen ist.

4. Ziele der Weiterbildung
  • Übertragung des Weiterbildungsbedarfs in Weiterbildungsziele, mit anderen Worten, in neue erwartete Kompetenzen. Diese Kompetenzen lassen sich aufgrund effizienter Verhaltensweisen am Arbeitsplatz ablesen.

    Beispiele
    Die Kommunikation in der Beziehung zum Kunden beherrschen

    Die Möglichkeiten der Textverarbeitung umfassend nutzen, um Berichte zu verfassen.

5. Entscheiden
  • Zwischen vorrangig durchzuführenden Weiterbildungen sowie fakultativen Weiterbildungen oder Weiterbildungen entscheiden, die je nach verfügbaren Mitteln auf das nächste Geschäftsjahr "zu verschieben" sind.

6. Weiterbildungsprojekt
  • Die gesteckten Weiterbildungsziele auf Weiterbildungsprojekte übertragen. Das Weiterbildungsprojekt definiert sich nach Inhalt, Zielpublikum, Dauer, Ablauf- und Budgetgestaltung. Die durch die Weiterbildung verfolgten Lernziele müssen arbeitstechnisch formuliert sein: "in der Lage sein zu…".

    Beispiel
    in der Lage sein, die Formulare für den Kofinanzierungsantrag auszufüllen


    Unter Lernzielen sind die Ziele zu verstehen, die den Weiterbildnern dazu dienen, ihre Weiterbildungsveranstaltungen zusammenzustellen, zu leiten und zu bewerten.

7. Weiterbildungslösungen
  • Suche nach den besten "Weiterbildungslösungen" entsprechend der Art der Bedürfnisse, dem verfügbaren Budget und der Weiterbildungskultur des Unternehmens: interne Weiterbildungen, Kauf von Standardweiterbildungen, Kauf von maßgeschneiderten Weiterbildungen, Selbststudium ...

    Neben dem Zugang zu seiner Suchmaschine, bietet Ihnen das Portal lifelong-learning.lu die Möglichkeit, kostenlos Ausschreibungen für maßgeschneiderte Weiterbildungen bei Weiterbildungsanbietern zu platzieren, die beim Portal angemeldet sind. Mehr dazu

8. Validierung
  • Validierung der berücksichtigten Lösungen in Bezug auf die Geschäftsleitung und die Abteilungsleiter.

9. Organisation
  • Organisation der Planung.

10. Offizielle Präsentation
  • Gestaltung des Plans zur offiziellen Präsentation vor der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern (über den gemischten Ausschuss oder den Betriebsrat bei Unternehmen mit mindestens 15 Arbeitnehmern).

11. Umsetzung
  • Umsetzung und Koordinierung des Weiterbildungsplans: Einleitung der vorgesehenen Weiterbildungsprojekte, Gewährleistung des Informationsflusses, Einhaltung des Budgets und Umsetzung des Plans.

12. Bewertung
  • Bewertung und Bilanz: Es geht darum, zu prüfen, ob die Weiterbildungsziele erreicht wurden, wobei ohne zuvor definierte Ziele keine Bewertung möglich ist.

 

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