Das Portal in Sachen lebenslanges Lernen
DE
EN
FR
PT

Steuerliche Abzugsfähigkeit

Die Kosten für die berufliche Weiterbildung von seinem steuerpflichtigen Einkommen absetzen

Einkommensteuerpflichtige können die Ausgaben für den Ausbau von Qualifikationen von ihrem steuerpflichtigen Einkommen absetzen.

01 Einzelheiten

Die Kosten für den Ausbau von Qualifikationen müssen:

  • in direktem Zusammenhang mit der ausgeübten beruflichen Tätigkeit stehen,
  • vom Arbeitnehmer getragen werden,
  • es dem Arbeitnehmer ermöglichen, seine beruflichen Kenntnisse auf den neuesten Stand zu bringen und in seinem Berufsleben voranzukommen (Fortbildungskosten).

Die Ausbildungskosten, die die Ausgaben für die Aneignung von Kenntnissen umfassen, die für die künftige Ausübung eines Berufs oder einen beruflichen Wechsel erforderlich sind, können nicht abgesetzt werden.

Die zulässigen Kosten sind:

  • Anmeldegebühren für die Weiterbildung, die vom Arbeitnehmer getragen werden,
  • Kosten für die Anschaffung von Büchern, sofern sie ausschließlich beruflichen Zwecken dienen (Fachliteratur, die nicht von allgemeinem Interesse ist).

Der Ort der Ausbildung hat keinerlei Bedeutung.

02 Beispiel

Marie, Erziehungshelferin, macht eine berufsbegleitende Weiterbildung, um Erzieherin zu werden.

Marie (25) arbeitet seit Kurzem in einem Schülerhort in Luxemburg als Erziehungshelferin. Der Beruf gefällt ihr und sie ist bereit, wieder mit dem Lernen anzufangen.

Sie meldet sich an einer Schule in Belgien an, die die Möglichkeit bietet, in einer berufsbegleitenden Weiterbildung einen Abschluss als Sozialpädagogin zu erlangen. Das Diplom wird in Luxemburg anerkannt. Um zusätzliche bezahlte Urlaubstage in Anspruch nehmen zu können, muss sie beim Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend (Ministère de l’Education nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse - MENJE) einen Antrag auf individuellen Bildungsurlaub stellen.

Zusätzlich zu diesem Sonderurlaub möchte Marie die Anmeldegebühren von der Steuer absetzen. Sie erkundigt sich beim zuständigen Steueramt: wenn die Rechnung den Pauschalbetrag von 540 €, der jedem Arbeitnehmer zusteht, überschreitet, kann Marie diese Kosten in ihrer Steuererklärung absetzen.

03 Vorgehensweise

Der Arbeitnehmer muss die Ausgaben für den Ausbau von Qualifikationen im Rahmen der Steuererklärung für das Steuerjahr absetzen, in dem die Ausgaben angefallen sind.

Beispiel: Wenn ein Arbeitnehmer im Oktober 2014 die gesamten Gebühren für eine zweijährige Ausbildung zahlt, kann er diese Ausgaben in der Steuererklärung für das Steuerjahr 2014 absetzen.

Die Ausgaben für den Ausbau der Qualifikationen fallen unter die Werbungskosten und können in der entsprechenden Spalte der Steuererklärung eingetragen werden.

Jedem Arbeitnehmer steht von Rechts wegen ein Mindestpauschalbetrag von 540 € pro Steuerjahr zu, um seine Werbungskosten zu decken.

Erzielen die zusammen veranlagten Ehepartner/Partner beide ein Einkommen aus nicht selbstständiger Arbeit, steht jedem von ihnen der Pauschalbetrag von 540 € zu. Falls die Summe der tatsächlichen Werbungskosten diesen Pauschalbetrag übersteigt, kann der Arbeitnehmer die darüber hinausgehenden Werbungskosten auf Antrag absetzen.

Dem Arbeitnehmer wird empfohlen, dem Steueramt in knappen Worten darzulegen, inwiefern die Weiterbildung ihn in seiner beruflichen Entwicklung voranbringen kann.

 

Drucken Alles anzeigen/ausblenden
Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf LinkedIn teilen Auf Google+ teilen An einen Freund senden
Zurück zum Blog
 
 
Jan. Feb. März Avr
Mai Juni Juli Aug
Sep Okt. Nov. Dez.
Fanden Sie diese Seite hilfreich? Ihre Meinung hilft uns bei der Optimierung dieser Internetseite. Schicken Sie Ihre Kommentare an  webmaster oder geben Sie uns Ihr Feedback. Ja Ein wenig Nein
lifelong-learning.lu verwendet Cookies

Durch die Besichtigung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Diese sind notwendig für die Navigation und Durchführung von Statistiken.

Sie können Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit in Ihrem Browser ändern. OK