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Kofinanzierung der Weiterbildung im Unternehmen

In den Genuss einer staatlichen Beihilfe für die Weiterbildung seiner Arbeitnehmer gelangen
Infolge der Veröffentlichung im Amtsblatt (Mémorial A - Nr. 798 vom 8. September 2017) des Gesetzes vom 29. August 2017 zur Änderung des Arbeitsgesetzbuchs betreffend den Teil "Unterstützung und Entwicklung der Weiterbildung" (Buch V – Kapitel II – Abschnitt 2) stellen wir Ihnen hier die Punkte vor, die geändert wurden.

Die nachstehenden neuen gesetzlichen Bestimmungen werden im Rahmen der Prüfung der Kofinanzierungsanträge für das Geschäftsjahr 2018 berücksichtigt.

Sobald die großherzogliche Verordnung zur Umsetzung des Gesetzes vom 29. August 2017 zur Änderung des Arbeitsgesetzbuchs im Amtsblatt veröffentlicht wurde, wird eine neue Schulung namens "Kofinanzierung der Weiterbildung im Unternehmen" angeboten.

DAS ÄNDERT SICH

  • Die finanzielle Beteiligung des Staates wird von 20 auf 15% des Investitionsaufwands in die Weiterbildung des Geschäftsjahres gesenkt.
    Was die Lohnkosten der Teilnehmer angeht, die zu Beginn der Umsetzung des Weiterbildungsplans des Unternehmens eines der nachstehenden Kriterien erfüllen, wird sie um 20% erhöht:
      • kein von den staatlichen Behörden anerkanntes Diplom und Betriebszugehörigkeit < 10 Jahre,
      • Alter > 45 Jahre.
  • Die Investition in die Weiterbildung ist entsprechend der Größe des Unternehmens begrenzt:
      • 20% der Lohnsumme für Unternehmen mit 1-9 Arbeitnehmern;
      • 3% der Lohnsumme für Unternehmen mit 10-249 Arbeitnehmern;
      • 2% der Lohnsumme für Unternehmen mit mehr als 249 Arbeitnehmern.
  • Was den Zeitraum für die Zulässigkeit des Weiterbildungsplans angeht, wird sich nicht mehr auf das Steuerjahr sondern nur noch auf Kalenderjahr (vom 1. Januar bis zum 31. Dezember) bezogen.

  • Der Zulassungsantrag wird abgeschafft. Die "Jahresbilanz" und der "Abschlussbericht" werden durch den "Kofinanzierungsantrag" in Form eines einzigen Formulars ersetzt.
  • Die Steuervergünstigung wird abgeschafft.
  • Bei der Berechnung des durchschnittlichen Stundenlohns werden ausschließlich die in der Bescheinigung über die Lohnsumme ausgewiesenen Informationen berücksichtigt (die Einkommensbescheinigung wird nicht mehr berücksichtigt).
  • Jeder Rechnung und Weiterverrechnung muss eine Kopie der Überweisung beiliegen (der Stempel und die Unterschrift der Buchhaltung auf der Rechnung gelten nicht mehr als Zahlungsnachweis).
  • Die Dauer der Einarbeitungsschulung (On-The-Job Training) wird von 173 auf 80 Stunden pro Teilnehmer und pro Geschäftsjahr gesenkt. Nur die Weiterbildungen der nicht qualifizierten Arbeitnehmer und der Arbeitnehmer, deren Diplom nichts mit der ausgeübten Tätigkeit zu tun hat, sind förderungsfähig.
  • Die Kosten für die Erstellung des Kofinanzierungsantrags werden in Höhe von 500 Euro übernommen.
  • Beiträge an Weiterbildungsanbieter sind auf der Grundlage eines Tarifvertrags oder einer Branchenvereinbarung förderungsfähig.
  • Das Selbststudium ist ausschließlich auf das E-Learning begrenzt.

NICHT MEHR FÖRDERUNGSFÄHIG SIND

  • Vom Gesetzgeber vorgeschriebene Weiterbildungen für die Ausübung von reglementierten Berufen. Die vom Unternehmen vorgeschriebenen Weiterbildungen sind weiterhin förderungsfähig.
  • Die Kosten im Zusammenhang mit der Anmietung oder Abschreibung von Kursräumen und pädagogischem Material.
  • Die Kosten für die pädagogische Ausarbeitung
  • Beratungskosten (nur die Kosten für den mit der Prüfung der finanziellen Abrechnung des Kofinanzierungsantrags beauftragten Wirtschaftsprüfer sind weiterhin förderungsfähig).
  • Die Verwaltungs- und Bearbeitungskosten

Investitionsaufwand für die Weiterbildung

Privatunternehmen, die ordnungsgemäß in Luxemburg niedergelassen sind und hauptsächlich hier ihre Tätigkeit ausüben, können eine Beihilfe für Weiterbildung erhalten, die sich auf einen steuerpflichtigen Betrag in Höhe von 15% der jährlichen Investition beläuft.

Die durchgeführten Weiterbildungen müssen sich auf Arbeitnehmer beziehen, die im Rahmen eines (befristeten oder unbefristeten) Arbeitsvertrags bei der luxemburgischen Sozialversicherung angemeldet sind

Die Gewährung der Beihilfe erfolgt durch Einreichung eines Kofinanzierungsantrags.

Der jährliche Investitionsaufwand für berufliche Weiterbildung umfasst verschiedene Arten zulässiger Kosten.

  • Lohnkosten der Teilnehmer
  • Lohnkosten der internen Weiterbildner 
  • Kosten der externen Weiterbildungsanbieter oder Produktschulungsanbieter
  • Fahrt-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten
  • Kosten für den mit der Prüfung der Abrechnung beauftragten Wirtschaftsprüfer 
  • Kosten einer Software zur Schulungsplanung
  • Kosten der Beiträge an Weiterbildungsanbieter auf der Grundlage eines Tarifvertrags oder einer Branchenvereinbarung
Die Kosten für die Erstellung des Kofinanzierungsantrags werden in Höhe von 500 Euro übernommen.


Berechnen Sie den ungefähren Betrag Ihrer Beihilfe
mit der Simulation zur Berechnung der Kofinanzierung.


Höhe der Kofinanzierung

Die Höhe der Kofinanzierung richtet sich nach der Investition in die berufliche Weiterbildung, die nach Annahme des Kofinanzierungsantrags durch das Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend (MENJE) berücksichtigt wird.

  • 15% des Investitionsaufwands in die Weiterbildung des Geschäftsjahres gesenkt.
    Was die Lohnkosten der Teilnehmer angeht, die zu Beginn der Umsetzung des Weiterbildungsplans des Unternehmens eines der nachstehenden Kriterien erfüllen: Erhöhung um 20%:
      • kein von den staatlichen Behörden anerkanntes Diplom und Betriebszugehörigkeit < 10 Jahre,
      • Alter > 45 Jahre.
  • Die Investition in die Weiterbildung ist entsprechend der Größe des Unternehmens begrenzt:
      • 20% der Lohnsumme für Unternehmen mit 1-9 Arbeitnehmern;
      • 3% der Lohnsumme für Unternehmen mit 10-249 Arbeitnehmern;
      • 2% der Lohnsumme für Unternehmen mit mehr als 249 Arbeitnehmern.

Gliederung des Kofinanzierungsantrags

Zur Gliederung des Kofinanzierungsantrags sind die Weiterbildungen in 7 Kategorien oder Weiterbildungsthemen eingeteilt:

  1. Sprachen
  2. Informatik/Bürotik
  3. Management/Personalverwaltung
  4. Finanzen/Buchführung/Recht
  5. Qualität/ISO/Sicherheit
  6. Technik/Berufsbezogen
  7. Anpassung an den Arbeitsplatz (Neueinstellung, Versetzung, Anpassung)

Die Arten der Organisation der jeweiligen Weiterbildung sind unterschiedlich:

  • Weiterbildung bei einem Weiterbildungsanbieter (externe Weiterbildung)
  • Weiterbildung für mindestens 2 Teilnehmer, die von einem Mitarbeiter des Unternehmens durchgeführt wird (strukturierte interne Weiterbildung)
  • Anpassung an den Arbeitsplatz (interne Weiterbildung)
  • E-Learning
Der Kofinanzierungsantrag muss folgende Angaben enthalten:
  • Bezeichnungen der Weiterbildungen
  • Datum, Dauer und Ort der Weiterbildung + jeweilige Anzahl an Teilnehmern, deren Geschlecht und Qualifikation
  • Personalien der internen Weiterbildner und der externen Weiterbildungsanbieter oder Produktschulungsanbieter
  • Organisationsform der Weiterbildung
  • finanzielle Abrechnung, unter Beifügung der entsprechenden Belege (allen Rechnungen und Weiterverrechnungen muss eine Kopie der Überweisung beiliegen) oder durch Beglaubigung durch einen Wirtschaftsprüfer
  • Stellungnahme und Beurteilung des Betriebsrats oder des gemischten Betriebsausschusses bei Unternehmen mit mehr als 15 Arbeitnehmern

Einreichungsfrist des Kofinanzierungsantrags

Der Kofinanzierungsantrag muss dem INFPC spätestens 5 Monate nach Abschluss des Geschäftsjahres, d. h. spätestens zum 31. Mai, vorliegen. 

Was den Zeitraum für die Zulässigkeit des Weiterbildungsplans angeht, wird sich nur noch auf das Kalenderjahr (vom 1. Januar bis zum 31. Dezember) bezogen.

Für die Einreichung wird keine Fristverlängerung gewährt.

Versand des Kofinanzierungsantrags

Der Kofinanzierungsantrag muss in einfacher Ausfertigung per Einschreiben mit Rückschein innerhalb der gesetzlichen Frist an das INFPC geschickt werden.

Kofinanzierungsanträgen in Papierform ist eine auf CD oder USB-Stick gespeicherte elektronische Version (nur Excel-Datei) beizufügen. Eine E-Mail mit der angehängten Datei wird nicht akzeptiert.

WISSENSWERT
  • Es ist nicht mehr möglich, Kofinanzierungsanträge persönlich einzureichen.

  • Ihre Kofinanzierungsanträge müssen per Einschreiben mit Rückschein an folgende Adresse geschickt werden:

    INFPC
    12-14, avenue Émile Reuter
    L-2420 Luxemburg

  • Für die Einreichung wird keine Fristverlängerung gewährt.

Bei Fragen zur Ausarbeitung der Kofinanzierungsanträge wenden Sie sich bitte an die Abteilung Kofinanzierung des INFPC.

 

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